Grundsätzlich versprechen niedrig versorge Gebiete höhere Honorareinnahmen und damit auch ein geringeres Investitionsrisiko für Existenzgründer.
Auch für Praxisabgeber kann dies bedeuten, dass in niedrig versorgten Gebieten durchaus ein guter Praxiswert erzielt werden kann. Dies kommt selbstverständlich auf den jeweiligen Einzelfall an.
Bei den besonders wettbewerbsintensiven Gebieten handelt es sich vor allem um Berlin mit nur 1.077 Einwohnern je Zahnarzt. Auch Hamburg mit 1.209 und Thüringen mit 1.250 Einwohnern je Zahnarzt sind sehr gut versorgt. Aus Wettbewerbssicht deutlich entspannter geht es hingegen im Umland von Berlin zu, also in Brandenburg, wo bereits 1.523 Einwohner auf einen Zahnarzt kommen.
Eine deutlich niedrigere Wettbewerbskonzentration ist erstaunlicherweise noch in vielen Regionen in Westdeutschland zu erwarten, so etwa im Saarland, wo die Zahnarztdichte bislang mit Abstand am niedrigsten ist (1.856). Auch in Rheinland-Pfalz (1.763) und Westfalen-Lippe (1.703) bestehen noch durchaus intakte Niederlassungschancen.
Der Bundesdurchschnitt liegt bei 1.475 Einwohnern je behandelnd tätigen Zahnarzt.
Quelle: WWS/Rolf Milla
2. Q. 2009